BMn
Doping

Was ist das eigentlich?

Den Begriff „Doping“ kennen wir seit vielen Jahren aus dem Bereich des Leistunsgsports. Doping hat dort derart überhand genommen, dass strenge Regeln und Kontrollen - zumindest theoretisch - eingeführt werden mussten. Auch, um die Sportler nicht erheblichen gesundheitlichen Gefahren auszusetzen.
Inzwischen wird Doping berufsübergreifend eingesetzt, also auch beim Nicht-Sportler. Job-Doping ist nicht einheitlich definiert.

Neuro-Enhancement

Gehirndoping, Neuro-Enhancement, „Das optimierte Gehirn“ - alle Begriffe meinen im wesentlichen das Gleiche: Dort, wo mehr Leistung erforderlich scheint, als der jeweilige Mensch zu geben in der Lage ist, wird eben chemisch nachgeholfen: Dopen für den Job.
 

Doping

Rund 760.000 Menschen in der Bundesrepublik haben laut einer Untersuchung der DAK (2009) schon mal aktiv gedopt, also Medikamente ohne medizinische Indikation nur zum Zweck der Leistungssteigerung eingenommen.
Weltweit haben laut einer anderen Studie (Nature, 2007) von rund 1.400 befragten Wissenschaftlern etwa 20% schon mal ohne medizinische Gründe zu Medikamenten gegriffen, um Konzentration, Erinnerungsvermögen und Aufmerksamkeit anzuregen.

Es ist in beiden Studien leider nicht festgehalten, ob die Konsumenten damit erfolgreich waren und die gewünschten Effekte erreicht haben…

Und leider gibt es ebenso wenig hinreichend zuverlässige Studien über das Ausmaß des Konsums weiterer gern genutzter Hilfsstoffe wie beispielsweise Kokain, Amphetamine oder auch Ecstasy. Wir wissen nur, dass sie bereits eine bemerkenswert hohe gesellschaftliche Durchdringungstiefe erreicht haben..
 

Hilft das?

Wenn man das bloß wüsste. Am besten noch vor der Einnahme. Aber es gibt viele Hinweise darauf, dass sich der Nutzen doch in recht überschaubaren Grenzen hält. Wenn man weiß, wie‘s wirkt und was die Substanzen mit dem Menschen anstellen, kann man das gut nachvollziehen…
 

Gibt's das auf Rezept?

Ja. Und am liebsten auf Privatrezept. Allerdings: weil das ein so genannter off-label-use ist, also so etwas wie eine eigentlich nicht vorgesehene Anwendung, tun sich manche Ärzte aus guten Gründen schwer mit einer Verordnung. Da hilft es, dass der graue Markt in der Regel keine Lieferprobleme hat.
 

Erheblich mehr als Doping…

Job-Doping ist vorhanden und beachtenswert. Sehr viel weiter verbreitet und erheblich beachtenswerter (auch und gerade in Unternehmen und im Job) sind allerdings die traditionellen psychotropen Stoffe wie Alkohol, Kokain, Medikamente u.a. Wir wissen aus unserer Praxis um die persönlich und wirtschaftlich relevanten Seiten ihres Konsums. Und wir wissen, was man da machen kann - persönlich und unternehmensspezifisch…
(mehr Infos dazu finden Sie hier)

© 2012-2017  Karsten Strauß