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Feuer

Vieles von dem...

…was heute „Stress“ genannt wird, ist gar keiner. Jedenfalls nicht im ursprünglichen Sinn. Stress ist vielfach zu einem Modebegriff geworden: in aller Munde, inflationär benutzt und daher ziemlich abgegriffen und zunehmend wertlos. Leider!

Stress ist…

…ein körpereigenes Programm zur Automatisierung überlebenswichtiger Abläufe in unklaren oder bedrohlichen Situationen. In der Entwicklungsgeschichte des Lebens spielt es vermutlich eine herausragende Rolle. Das Überleben des Menschen und seine Weiterentwicklung wäre ohne diese kluge Programmierung sicher nicht möglich gewesen. Es ist Tausende von Jahren alt und diente zunächst dazu, dem Einzelnen das Überleben zu ermöglichen, indem es die verschiedensten Körperfunktionen auf punktuelle Höchstleistung geschaltet hat.
 

Automatisierung

Sehr viele Abläufe im menschlichen Organismus sind automatisiert, beispielsweise die Atmung, Verdauung, der Herzschlag, selbst der aufrechte Gang - alles das passiert, ohne dass wir daran denken und/oder uns darum kümmern müssen - automatisch.

Überlebensprogramm

Wichtige Programme im menschlichen Körper sind gut vor Eingriffen und Veränderungen geschützt. Besonders wichtige sind besonders gut geschützt.

Deshalb läuft die Stress-Reaktion im Menschen auch heute noch genauso unverändert ab wie vor Tausenden von Jahren. Das kann zu allerlei Komplikationen führen…
 

Stress sichert Überleben.
Manchmal auch das Gegenteil.

Früher folgte auf eine Stresssituation in der Regel deren Auflösung in einer körperlichen Aktivität, darauf sind ja schließlich die verschiedenen Funk-tionen ausgerichtet: entweder nichts wie weg oder rein in den Kampf, auf jeden Fall eine ordentliche Portion Bewegung. Heute haben wir auch ohne Stress schon viel zu wenig Bewegung. Nun kommt noch der Stress hinzu - egal ob Lärm, Beruf, Computer, Chef, Finanzamt oder eine sonstige so empfundene Bedrohung.

Und jedes Mal läuft das gleiche Schema im Körper ab: Blitzschnelle Bereitstellung energetischer Reserven und Vorbereitung auf maximale körperiche Leistung.

Und dann?

Nichts.

Wenn der Computer abstürzt und drei Tage Arbeit im Nirwana landen, weil wir natürlich wieder das Backup vergessen haben, springen wir nicht von Stuhl auf und drehen fünfzehn Runden highspeed durchs Büro, mindestens. Wir fressen’s in uns rein. Wir behalten’s bei uns. «Setz‘ dich erst mal und beruhige dich.» lautet in solchen Fällen der freundliche Rat der Kollegen. Gut gemeint, aber im Grunde falsch.
 

Keine Sorge:
Marathontraining vermitteln wir nicht. Aber alles andere, was für Sie persönlich und/oder Ihr Unternehmen sinnvoll und nützlich ist.

© 2012-2017  Karsten Strauß